“Angela Merkel hat ihre Partei bis zu Unkenntlichkeit modernisiert”

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“Nach Diktat vergreist”

Das ist der Artikel von Matthias Geis und Tina Hildebrandt für “Die Zeit” vom 18.06.2014. Schon in meinen Beiträgen im Blog vom 22.12.2011 sowie 18.05.2012 (Angela Merkel: “Leichen” pflastern seinen Weg, Folge 1 und 2) habe ich angemerkt, daß die mittlere Führungsmanschaft immer weniger wird (siehe auch http://www.edition-infopress.de). Höchstens Julia Klöckner und Armin Laschet stehen noch auf der Matte – aber vielleicht befinden sich  diese auch schon im Visier von Angela Merkel…

Tatsächlich wehren sich dagegen kurioser Weise nur die Mittelstandsvereinigung MIT mit dem neu gewählten Carsten Linnemann und die Junge Union, die dann dafür den Kopf hinhalten und die Zeche zahlen müssen. “Cool Dynamisch Urban”, lästerte Anna Prizkau in der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 06. Juli 2014.

 

Allheilmittel: mehr Frauen, Junge und Ausländer?

“Die Wahlplakate der CDU täuschen. Sie zeigen im Regelfall eine jugendlich retuschierte Angela  Merkel”, sagt Armin Käfer in seinem Artikel in der “Stuttgarter Zeitung” vom 24.06.2014. “Das Durchschnittsalter liegt bei 59 Jahren – weit über dem der Gesellschaft insgesammt”, die Überalterung ist damit vorprogrammiert. Allerdings betrifft das auch alle anderen Parteien – selbst bei den Grünen, die 1980 gegründet wurden, schleicht sich langsam der Vorruhestand ein.

Der Generalsekretär Peter Tauber sucht im Heil neue Wege um die CDU jünger, weiblicher und bunter zu gestalten. Dem Internetfreak bereitet es Kopfzerbrechen, daß er “derzeit nur von jedem dritte CDU-Mitglied eine E-Mail-Adresse” besitzt – mehr wären aber wohl ein frommer Wunsch. Tauber will offenbar den Dialog mit dem christdemokratischen Fußvolk verstetigen und neue digitale Beteiligungsmöglichkeiten einführen. Er will mit ganz viel Internet die CDU erneuern: “Hauptsache online”, sagt Marie Katharina Wagner in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung am 29.06.2014.

Aber mehr Basisdemokratie und mehr Debatten sind sicher nützlicher als das Internet. “Die Urwahl des Kanzlerkanditaten gehört nicht zu den ersten zehn Punkten einer Reform”, sagt allen Ernstes Peter Tauber! Dennoch wurde schon 10 Jahre zuvor doch eindruckvoll erwiesen, daß in Baden-Württemberg die Mitglieder der CDU mit Günther Oettinger versus Annette Schavan erfolgreich  getestet wurden. “Überall, wo sie auftraten, waren die Säle voll, ja überfüllt. So interessant kann Landespolitik sein, wenn sie fast bühnenreif als persönliche Rivalität dargeboten wird”, sagte Alfred Behr in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am 24.11.2004.

Siehe auch http://www.edition-infopress.de

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